Ist Barfen statt Katzenfutter empfehlenswert?

Barfen bedeutet das Füttern mit rohem Fleisch. Hier herrschen bei Katzenfreunden noch oft Unsicherheiten, was die Auswahl des richtigen Fleischs oder der geeigneten Menge angeht. Viel Katzenhalte haben Bedenken, ob das Füttern mit rohem Fleisch unbedenklich ist. Fakt ist – Billiges Katzenfutter verfügt nur über einen sehr geringen Teil von Fleisch (etwa 10 %) und ist aus diesem Grund nicht zu empfehlen. Barfen kann als Alternative zu schlecht gemachtem Katzenfutter genutzt werden. Lesen Sie einen interessanten Beitrag zu dieser Futtermethode.

Barfen – Das sollten Sie als Katzenfreund wissen

Beim Barfen wird die Katze mit rohem Fleisch gefüttert. Allerdings sollten Sie sich zuvor etwas mit der Rohfleischfütterung auseinandersetzen. Der Markt wird immer mehr vom Fertig-Barfen-Katzenfutter erobert. Doch auch hier sollten Sie sich mit den Inhaltsstoffen des Futters auseinandersetzen. Achten Sie auf jeden Fall auf eine offene Deklarierung der Stoffe, die im Futter enthalten sind!

Sie können drei Arten der Barfen-Fütterung unterscheiden:

Franken-Prey:

Bei dieser Art der Fütterung wird die natürliche Beute der Katze mit dem Futter nachgeahmt. Bei dieser Möglichkei der der Fütterung spielt die Abwechslung eine entscheidende Rolle. Es wird auf verschiedene Fleischsorten zurückgegriffen, sodass die Kost so abwechslungsreich wie möglich gestaltet werden kann.

Whole-Prey Model:

Auch bei dieser Fütterungsvariante spielt die Abwechslung eine große Rolle. Bei dieser Methode werden ausschließlich ganze Beutetiere oder Teile als Futter zum Fressen zur Verfügung gestellt. Dabei ist es z. B. möglich Mäuse und Ratten, Küken und auch Fisch zu verabreichen. Unter Umständen kann es sein, dass bis zu 10 bis 12 Futtertiere am Tag notwendig sind, um eine optimale Ernährung zu gewährleisten. Das hängt ganz vom Gewicht und der Größe der jeweiligen Katze ab.

Barfen mit Supplementen:

Je nach Alter und Größe ist es bei jeder Katze notwendig individuell zu füttern. Auch beim Barfen mit Supplementen ist es nötig, dass auf eine gewisse Abwecshlung geachtet wird. Auf diese Weise ernährt sich die Katze gesund und ihren Bedürfnissen entsprechend.

Hier findet ihr ein Grundrezept für Barfen mit Supplementen:

  • 1000g durchwachsenes Rindfleisch
  • 500g Rinderherz
  • 500g durchwachsenes Lammfleisch
  • 50g Rinderleber
  • 70g Lachs
  • 12g Eierschalenmehl
  • 16g Fortain
  • 55g Weizenkeimöl
  • 4g Bierhefe
  • 3g Taurin
  • 3g Salz
  • (2 g Seealgenmehl – entfällt, wenn jodiertes Salz benutzt wird)
    optional: 50 – 100g Ballaststoffe (z.B. gequollene Flocken, gekochte Karotten oder gekochtes Getreide)
  • 10 Tropfen Lachsöl
  • 600g Wasser

(Quelle: guteskatzenfutter.de)

Fütterung mit Rohfleisch – Das sollten Sie beachten!

Bei der Fütterung mit rohem Fleisch haben Sie individuelle Möglichkeiten die Nahrungsaufnahme ihrer Katze zu beeinflussen. Außerdem wird zum einen die Kiefermuskulatur der Katze trainiert und zum anderen wird auch die Zahnhygiene positiv beeinflusst. Das Füttern mit Rohfleisch birgt allerdings auch einige spezielle Risiken. Es können z. B. Erreger von Krankheiten im Fleisch enthalten sein. Auch Parasiten oder Viren im Fleisch können zu möglichen Erkrankungen führen. Beim Fressen besteht darüber hinaus Verletzungsgefahr durch die Knochen.

Das Füttern von rohem Schweinefleisch sollte auf jeden Fall vermieden werden! Außerdem sollten Sie bei immungeschwächten Katzen lieber ganz auf das Barfen verzichten. Wenn Ihre Katzen es verträgt, können bei der Fütterung auch exoterische Tiere zum Einsatz kommen. Auch bei sehr jungen Katzen sollte auf das Füttern mit rohem Fleisch verzichtet werden, um Erkrankungen zu vermeiden. Achten Sie darauf, dass bei der Verwendung von Fertigbedarf-Katzenfutter auch tierische Nebenerzeugnisse im Futter enthalten sind. Der Anteil an pflanzlichen Stoffen sollte die 5 % – Grenze nicht übersteigen. Wichtig ist, dass die Inhaltsstoffe des jeweiligen Futters genau deklariert werden.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*